Schleswig Holstein Kapitel 1 (aber eigentlich Kapitel 42) Es war einmal Schleswig. Nicht der Ort, sondern Schleswig persönlich. Er war da. Einfach so. Atmete. Existierte. Leider. Plötzlich donnerte eine Stimme aus dem Nichts, aus dem Alles, aus einem sehr aggressiven Lautsprecher: „SCHLESWIG!!! HOL!!! STEIN!!!!!!!“ Warum? Keine Ahnung. Wer? Egal. Wie laut? ZU LAUT. Also zog Schleswig los. Zu Fuß. Rückwärts. Seitlich. Gleichzeitig. Er durchquerte das weite, weite, unnötig große Deutschland™. Der Stein musste: glänzend ✨ groß 🪨 einzigartig 🧠❌ vibe-based ✨😤 zertifiziert von der Europäischen Steinunion (ESU) Diese Steine entstehen nur, wenn Kühe mit existenziellen Problemen Nierensteine entwickeln und diese dann strategisch auskaken. Natur. 💚 Solche Kühe gibt es nur an einem Ort, dem sagenumwobenen Kuh-Bach-Tal an der Ober-Salzen-Fisch-Lauer, fünf Linksabbiegungen hinter Karl-Marx-Stadt, aber nur dienstags. Auf dem Weg dorthin lief Schleswig durch: Berlin (existiert, aber nur halb) Frankfurt (Geld schreit dort) Trier (niemand weiß warum) Spider Mann City (rechtlich problematisch) Huge Town (wirklich sehr groß, 80 % Parkplatz) Schleswig fragte sich kurz: „Sind das echte Städte?“ Die Städte antworteten nicht. Sie explodierten leicht. Irgendwie überlebte Schleswig. Physik hatte Urlaub genommen. Im Kuh-Bach-Tal angekommen sah er sie: Tausende glänzende Kuh-Nierensteine, funkelnd wie Disco-Kugeln mit Laktoseintoleranz. Er bückte sich, um einen zu nehmen— DOCH DANN: EINE WILDE KUH. Sie trug ein Stirnband. Sie schrie auf Latein. Sie erklärte den Krieg. Formal. Mit Papierkram. Schleswig tat das einzig Logische: Er rief Stalin an. Das Telefon hing einfach so aus dem Boden. Mit Wählscheibe. Mit WLAN. Mit schlechtem Empfang. Stalin kam sofort. Mit seinem rieeeeeßigen Finger. Er schnippte die Kuh nach Australien (auch bekannt als Spinnenland, offiziell bestätigt). Stalin winkte, sagte „joa“, und flog rückwärts nach Stalingrad, während die sowjetische Nationalhymne dubstep-remixt lief. Nun hatte Schleswig DEN Stein™. Doch dann fiel ihm ein: „Wohin eigentlich?“ Keine Ahnung. Also ging er nach Hause, wo auch immer das war. Auf dem Rückweg kämpfte er gegen: Horden von Skibidi Spider Manns Zeit Logik Drei Steuererklärungen Er aß Fisch mit Zucker und Steinen, denn Nährwerte sind eine Lüge. Nach vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, v i e l e n, JAHRTAUSENDEN kam er an. Alle klatschten. Niemand wusste warum. Er wurde geehrt. Der Stein wurde vergessen. Und das ganze Land sagte: „Jo. Nennen wir das einfach Schleswig Holstein.“ Ende. Oder Anfang. Oder Werbung. Kapitel 2 (chronologisch irgendwo zwischen gestern und der Erfindung des Brotes) Doch Geschichte endet nie. Sie stolpert nur kurz, fällt hin und macht weiter, als wäre nichts gewesen. Schleswig-Holstein existierte nun. Als Konzept. Als Wetter. Als Gefühl von „Leben wir in 'ner Simulation?....näh“. Der Stein lag da. Oder war da gewesen. Oder war metaphysisch in allen Briefkästen zugleich. Niemand wusste es genau. Aber jeder war sich sicher: Der Stein war wichtig gewesen. Früher. Bestimmt. Schleswig selbst stand am Meer. Also an zwei Meeren. Gleichzeitig. Unhöflich nah beieinander. Die Nordsee winkte. Die Ostsee starrte passiv-aggressiv. „Entscheide dich“, sagten sie. Schleswig war zu faul. Konfliktlösung durch Ignorieren – norddeutsche Tradition. Plötzlich erschien ein Amt. Nicht ein Amt. DAS Amt. Grauer Beton. Grauer Himmel. Graue Seele. Ein Beamter trat heraus. Er hatte kein Gesicht, nur ein Klemmbrett. Er räusperte sich auf Verwaltungsebene 7. „Deine Steuererklärung“, sagte das Amt, „wo ist sie?“ Schleswig dachte nach, zumindest für ein paar Sekunden, bis ihm langweilig wurde. Man hörte den Wind, Und unangenehmes Schweigen „Da!“, Schleswig zeigte auf einen Stein, nicht den Stein™, aber immer noch einen. Das Amt nickte. Das Amt nickte schon wieder. Nicken bedeutet nix. „Dann brauchen wir Folgendes: – eine Flagge – eine Identität – mindestens drei Witze über das Wetter – und einen Mythos mit Kühen“ Schleswig zeigte wortlos auf den Stein™, der kurz aus der Realität zurückploppte, glänzte, und wieder verschwand, weil er keinen Termin hatte. „Reicht“, sagte das Amt. „Willkommen im Föderalismus.“ Und so geschah es: Man erfand Deiche, damit das Meer nicht ständig reinkommt wie ein ungebetener Onkel. Man erfand Friesland, damit jemand da war, der schweigend urteilt. Man erfand Häfen, die immer wichtig aussehen, auch wenn nichts passiert. Und man erfand das Geräusch von Wind, das durch alles hindurch geht, sogar durch Gedanken. Schleswig-Holstein begann zu funktionieren. Unauffällig. Effizient. Mit einer leichten Erkältung und guten Fischbrötchen. Doch tief unter einem Aldi-Parkplatz, unter exakt 80 % von HUUUUUGEEE Town, regte sich etwas. Der Stein™ vibrierte. Nicht dramatisch. Eher so: mmmh. Denn Steine vergessen nichts, weil sie nix wissen...sollten sie zumindest. Fortsetzung folgt. Vielleicht. Wenn das Wetter es zulässt. Kapitel 3 (in dem nichts passiert und genau das das Problem ist) Der Stein™ vibrierte weiter. Nicht gefährlich. Nicht hörbar. Eher wie ein Gedanke, den man nicht zu Ende denkt, weil er anstrengend aussieht. mmmh, lecker, warte falsches script. ÄHEM. Über dem Aldi-Parkplatz regnete es. Seit 1987. Niemand hatte es offiziell gemessen, aber alle waren sich einig. Schleswig-Holstein tat das, was es am besten konnte: Sogut wie nix. Menschen standen an Bushaltestellen, die nur aus einem Schild bestanden. Das Schild war schief. Es war schon immer schief gewesen. Man respektierte das,außer Dieter, weil jeder Dieter hasst. Ein Mann sagte: „Dat is kein Regen, dat is nur Luft mit Meinung.“ Alle nickten. Das war Wissenschaft. Doch tief unten, unter Beton, unter Einkaufswagen mit kaputtem Rad, unter einem verlorenen Pfandbon, begann der Stein™ zu denken. Das war neu. Steine sollten das nicht. Die Europäische Steinunion (ESU) hatte dazu klare Richtlinien. (siehe Paragraph 32, Kolletion I-X) Sehr viele. Mit Diagrammen. Der Stein™ dachte nur einen Satz: „Ich bin ein Bundesland.“ Das war problematisch. Gleichzeitig, überall: Alle Möwen hielten kurz inne. Eine Pommes fiel in Zeitlupe. Ein Leuchtturm blinkte zweimal zu viel. In Kiel wurde jemand nervös, ohne zu wissen warum. Im Amt klingelte ein Faxgerät. Niemand hatte es berührt. Niemand wusste, was ein Faxgerät ist. Es spuckte Papier aus. Darauf stand nur: BETREFF: Stein hat Ambitionen Der Beamte ohne Gesicht seufzte. Ein administrativer Seufzer. Sehr alt. Sehr müde. „Nicht schon wieder“, sagte das Amt. Denn wenn etwas in Deutschland Ambitionen hatte, musste es reguliert werden. Mit Formularen. Mit Wartezeit. Mit einem Beratungsgespräch, das nichts klärt. Also wurde eine Sitzung einberufen. Teilnehmer: – Schleswig – Der Stein™ (als Gast, ohne Rederecht) – Eine Kuh (zur Sicherheit) – Das Wetter (stimmberechtigt) und Dieter, weil er nicht eingeladen war. Holstein war auch da. Niemand hatte ihn vorgestellt. Er war einfach… erschienen. Breit. Schweigend. Mit der Energie eines Ackers, der dich verurteilt. „Wir müssen reden“, sagte Schleswig. Holstein sagte nichts. Holstein sagte nie etwas. Holstein war etwas. Der Stein™ vibrierte stärker. "MMMH!", dismal war er aggresiv. Das Wetter räusperte sich. Es regnete quer, zumindest vom Boden aus. „Wenn der Stein™ aufwacht,“ sagte das Amt, „könnte er anfangen, Dinge zu definieren.“ Alle erschraken. Definieren war gefährlich. Definitionen führten zu Karten. Karten führten zu Diskussionen. Diskussionen führten zu Bayern, niemand mag Bayern, genauso wie Dieter. Die Kuh nickte weise. Sie hatte das alles schon mal erlebt. In einem Traum. Oder in Latein. Schleswig schaute aufs Meer. Beide Meere schauten zurück. Noch passiv-aggressiver als vorher. „Vielleicht“, sagte Schleswig leise, „sollten wir den Stein™ einfach… ignorieren.“ Alle atmeten auf. Das war der norddeutsche Weg. Der Stein™ vibrierte noch einmal. Dann wurde er still. Zu still. Fortsetzung folgt. Oder auch nicht. Egal. Kommt drauf an, ob wir Geld brauchen oder net. Vielleicht machen wir sogar nen Film draus. Das ist der norddeutsche weg, aber nur Donnerstags.